Flieger überbucht – Was tun?!

Flughafen Flugzeug Abflug

Früher hätte es ein solches Verhalten nicht gegeben, aber neuerdings versuchen Airlines mit allen Mitteln ihre Flugzeuge voll zu bekommen. Teilweise werden deswegen auch Plätze überbucht. Das bedeutet: Plätze im Flieger werden doppelt verkauft, da die Airline davon ausgeht, dass sowieso nicht alle Passagiere kommen. Da der Flug natürlich trotzdem komplett ausgelastet sein soll, werden Plätze einfach doppelt verkauft. Besonders verbraucherfreundlich ist diese Taktik nicht. Die Airlines sind aber auf der sicheren Seite. Mit Aussagen wie „Das machen doch alle Airlines“ und „meistens hat der Kunde einen Platz in der Maschine“ begründen sie die Überbuchungen. Doch was passiert eigentlich, wenn es wirklich einmal nicht mit einem Platz klappt?

Flughafen Anzeigetafel Flugziele

Verpflegungsleistungen einfordern

Wenn Airlines Plätze doppelt verkaufen, hat der Kunde meist das Nachsehen. Er wird kurzerhand einfach auf einen anderen, meist späteren Flug umgebucht und kommt somit auf eine Warteliste. Das schaffe Airlines, indem sie eine Klausel haben, die besagt, dass der Kunde nicht zwangsläufig ein Anrecht auf seinen Platz hat und der Flug gegebenenfalls umgebucht werden kann. Der Kunde der Airline kann nun nur noch hoffen, dass er im nächsten Flugzeug sitzt, denn auch darauf hat er nicht unbedingt ein Anrecht. Manchmal kann es sogar sein, dass der Kunde noch in den Zug gesetzt wird, um von einem anderen Flughafen aus zu gleichem Ziel zu fliegen. Das bedeutet viel Stress für den Kunden zu Beginn des Urlaubs. Doch was steht dem Kunden in diesem Fall zu?

Koffer Gepäck Urlaubskoffer

Dringlichkeit geltend machen

Wer bei einer Airline nicht mitfliegen kann, weil sein Platz anderweitig vergeben wurde, hat das Recht auf eine Entschädigung. So ist es zumindest in der Europäischen Fluggastrechteordnung klar geregelt. Je nach Entfernung stehen dem Airline- Kunden zwischen 250 bis 600 Euro zu. Natürlich zahlt keine Airline automatisch. Das Recht muss bei der Airline vom Kunden schon angefordert werden. Außerdem stehen dem Kunden für die Wartezeit Verpflegungsleistungen zu. Darauf könnt ihr direkt am Check- In Schalter bestehen und kriegt sie auch gleich in Form von Gutscheinen. So entstehen keine zusätzlichen Kosten für den Kunden. Wichtig ist aber auch: Erst Nachdenken, dann handeln. Manchmal kann es auch ganz schön sein, am Urlaubsort noch einen Tag länger auf Kosten der Airline zu verbringen – wenn man sowieso Zeit mitbringt. Kost und Logis werden nämlich übernommen und eine Entschädigung winkt außerdem auch noch. Wenn es zeitlich gar nicht geht, solltet ihr deutlich machen, einen wichtigen Termin zu haben. Ihr rutscht so automatisch auf der Warteliste nach oben.

%d Bloggern gefällt das: