Garantiertes Mindesteinkommen – Pro und Contra

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Entstanden ist die Idee um das garantierte Mindesteinkommen, auch Grundeinkommen genannt, in Deutschland in den späten 70iger Jahren. Eine Gruppe von jungen Wissenschaftlern im Kontext der Studentenbewegung beschäftigte sich mit dem Scheitern verschiedener Projekte zum Thema Mindestein- und Steuern. Dabei kamen sie überein, dass ein garantiertes Mindesteinkommen, also ein existenzsicherndes Basiseinkommen vom Staat gezahlt wird, das jeder Bürger des Staates bekommt. So wird die Existenz und das gesellschaftliche Teilhabe eines jeden Bürgers gesichert. Zugleich werden Arbeitslosengeld, Sozialhilfe, Rente und Kindergeld eingeschränkt oder gar nicht mehr gezahlt. So soll gesichert werden, dass Menschen einer sinnvollen Tätigkeit nachgehen, ohne unter Arbeitszwang zu stehen. Gleichzeitig können die Menschen natürlich arbeiten gehen, um so mehr Geld für sich selbst zu bekommen. Das Thema ist so aktuell, weil in Finnland ein Versuchsmodell gestartet wurde, in dem das garantierte Grundeinkommen eingesetzt wurde. Aus diesem Grund beschäftigen wir uns heute ein wenig mit dem Pro und Contra des garantierten Mindesteinkommens.

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Pro-Argumente für das garantierte Mindesteinkommen

Durch die automatisierten Prozesse fallen manche Jobs weg und so geht der Arbeitsgesellschaft die Arbeit schlichtweg aus. Mit dem garantierten Mindesteinkommen soll nun den Menschen unter die Arme gegriffen werden, deren Job gar nicht mehr existiert. Zudem ist es wichtig, dass jeder Mensch seine Arbeit oder auch Nicht- Arbeit frei wählen kann. Niemand sollte dazu gezwungen werden, einen Job auszuüben, der ihm nicht gefällt, nur damit er eine Arbeit hat. Gerade Künstler und Handwerker werden schlecht bezahlt, obwohl jeder sie braucht und dort wird das Mindesteinkommen gerecht.

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Contra-Argumente gegen das garantierte Mindesteinkommen

Das größte Argument gegen das garantierte Mindesteinkommen ist die Identitätskrise, in die jemand fallen könnte, wenn er nicht arbeitet. Lohnt für die Nicht- Arbeit spaltet die Gesellschaft in zwei Gruppen: Die, die arbeiten und die, die nicht arbeiten. Es entsteht so eine Zwei- Klassen- Gesellschaft, die durch die Nicht- Arbeit gefördert wird. Zudem kann es sein, dass die Arbeitsmoral weiter sinkt, sodass jeder nur noch von dem garantiertem Mindesteinkommen leben möchte. Dadurch wäre das ganze System gefährdet. Hinzu kommt das Angebot an Arbeit, das wahrscheinlich im Überschuss da sein würde und keiner würde es nutzen. Die Steuerzahler, also die Menschen, die arbeiten gehen würden, müssten alle anderen tragen.

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