Wann ist die richtige Zeit für ein neues Auto gekommen?


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Mit Autos ist es wie mit Schuhen – von heißgeliebten, viel getragenen Modellen trennt man sich ungern. Vor allem diejenigen von euch, die jeden Tag mit dem Auto zur Arbeit fahren, sehen es als guten Freund an, der wenn er mal krank wird, auch geheilt werden sollte. Doch irgendwann geht es nicht mehr, denn wenn das Auto nicht mehr durch den TÜV kommt oder zu viele Mängel vorweist, die zu teuer sind, um sie reparieren zu lassen, hat es keinen Sinn mehr, das heißgeliebte Auto zu behalten. Doch wann lohnt es sich wirklich, das Auto zu verkaufen oder verschrotten zu lassen und sich einem neuen zu widmen? Wir sind der Sache einmal auf den Grund gegangen und verraten euch, wann es Zeit wird, sich von seinem Auto zu trennen.

Bis zu 10 Jahre kann ein Auto heute gefahren werden

Früher galt ein Auto, dass einen Kilometerstand von 80.000 bis 100.000 hatte, schon als alt. Grund dafür war der Rost, der die Karosserie zerfressen hat und die Bremsen versagten bei eigentlich allen Modelle. Heutzutage kann aber ein Auto auch locker bis zu 10 Jahre gefahren werden, wenn alles stimmt. Es zeigt, wie zuverlässig heute im Gegensatz zu damals waren und was sich technisch verändert hat. Klimaanlagen und Warnsysteme halten länger als noch vor ein paar Jahren, auch der Kilometerstand ist bei bis zu 150.000 noch im grünen Bereich und so stellt sich hier die Frage: Wann sollte man sich dennoch von seinem Auto trennen?

Rücklicht Audi A5

Wertverfall ab dem Tag der Zulassung: 65 Prozent

Generell haben Autos heutzutage keine Schwachstellen mehr, außer sie sind auf eine mangelhafte Produktion oder fehlerhafte Bauteile zurückzuführen. Das kann jeden treffen, ist aber bei den meisten Autos gar nicht die Regel. Generell gilt, dass ihr euer Auto nur behalten solltet, wenn die Reparatur, die ansteht, nicht mehr als die Hälfte des Restwertes des Autos beträgt. Nur dann lohnt sie sich effektiv. Wenn dieser Wert überschritten ist, solltet ihr das Auto lieber abstoßen, sonst geratet ihr in eine Kostenfalle. Es gilt sich aber auch Gedanken darüber zu machen, wie lange ein Auto überhaupt gefahren werden sollte. Unmittelbar nach der Erstzulassung fällt der Restwert eines Autos um knapp 65 %. Wer also sein Auto in den ersten 5 Jahren verkaufen will, macht ein absolutes Minusgeschäft. Auch in den folgenden 5 Jahren sinkt der Restwert noch einmal um bis zu 25 %. Wer sich zu diesem Zeitpunkt entscheidet, macht minus 90 % Verlust und so lohnt es sich meist den Wagen bis zum bitteren Ende zu fahren. Auch sollte noch dazu gesagt werden, dass kleine Reparaturen nicht den Verkaufswert von einem Wagen erhöhen. Hat der Wagen einen Restwert von 300 Euro und wird nun noch für 200 Euro die Klimaanlage instand gehalten, bedeutet dies nicht, dass der Wagen auf einmal wieder 500 Euro Wer ist. Nein, der Restwert bleibt gleich, nur habt ihr mehr Geld ausgegeben.

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Keine kleinen Reparaturen vor Verkauf machen

Wichtig bei neuen und alten Wägen ist es, regelmäßig zu Inspektionen zu gehen und auch nicht aus Sparsamkeit bei alten Autos darauf zu verzichten. Die Werkstatt kann euch nämlich im Voraus schon sagen, wann die nächste größere Reparatur anstehen muss und so könnt ihr euch darauf besser einstellen. Wichtig zu wissen ist auch, dass kleine Schäden wie Lackkratzer oder Steinschläge vorm Verkauf nicht repariert werden müssen, wenn das Auto an einen Händler verlauft wird. Die Kosten sind schon mit einberechnet. Wenn alles nichts hilft, muss man sich eben vom Fahrzeug trennen und einem Neuen die Chance geben – irgendwann wird es dann genauso beliebt sein wie das alte Fahrzeug.