Was ist die Künstlersozialkasse?

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Den Begriff habt ihr schon oft gehört, aber richtig etwas darunter vorstellen könnt ihr euch nicht? Dann verraten wir euch jetzt, was die Künstlersozialkasse eigentlich ist. Die Künstlersozialkasse wird auch KSK abgekürzt. Dabei handelt es sich um eine Sozialversicherung für Künstler und Publizisten. Sie werden so in den Schutz der gesetzlichen Sozialversicherung eingebunden.

Da Künstler und Publizisten grundsätzlich schlechter abgesichert sind als Arbeitnehmer möchte die KSK den Künstlern unter die Arme greifen. Doch es ist gar nicht einfach, in die KSK aufgenommen zu werden. Wir verraten euch, wie ihr Mitglied werden könnt.

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Was tut die Künstlersozialkasse?

Beim normalen Arbeitnehmer zahlt der Arbeitgeber mit in diese verschiedenen Institutionen ein. Normalerweise müssen Selbstständige und Freiberufler ihre Krankenkassenbeträge selbst zahlen. Das Geld geht von ihrem Gewinn ab. Die Sozialversicherung, die Rentenbeiträge und die Pflegeversicherung können unter Umständen aber ganz schön teuer sein. Hier greift die KSK ein und sorgt für einen Ausgleich.

Wer Mitglied in der KSK ist, zählt nur rund die Hälfte seiner Beträge selbst. Sie werden durch die Künstlersozialkasse mit einem Arbeitnehmer gleichgestellt. Die andere Hälfte des Betrags wird dabei durch einen staatlichen Zuschuss sowie einen Zuschuss für die Unternehmen, für die gearbeitet wird, bezahlt. Die Abgaben, die die Unternehmen zahlen müssen werden dabei Künstlersozialabgaben genannt.

Doch die KSK ist keine Krankenversicherung. Sie fungiert lediglich als Bindeglied. Sie ist kein Leistungsträger, sondern treibt die Beträge vom Selbstständigen und von den Unternehmen ein. Dazu kommt ein Zuschuss vom Staat und alles zusammen wird dann wiederum an die Krankenversicherung, gesetzliche Rentenversicherung und Pflegeversicherung gezahlt.

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Wie wird man Mitglied in der KSK?

Um in der Künstlersozialkasse Mitglied zu werden, solltet ihr künstlerisch tätig sein. Künstler sind Menschen, die Musik, darstellende oder bildende Kunst lehren oder erschaffen, aber auch Publizisten wie Schriftsteller, Journalisten oder Fotojournalisten. Um Mitglied zu werden, müsst ihr euch Kategorisch einsortieren.

Den Antrag gibt es auf der Website der KSK. Allerdings entscheidet die KSK selbst, ob der Antrag eines Künstlers oder Publizisten angenommen wird. Das Arbeitseinkommen muss auf jeden Fall über 3.900 Euro im Jahr liegen, sonst kann die KSK euch nicht aufnehmen.

Ihr müsst also ein Mindesteinkommen bekommen, müsst eure selbstständige Tätigkeit dauerhaft ausführen, dürft nicht mehr als eine Person anstellen und dürft nicht anderweitig von der Versicherungspflicht befreit sein. Wenn alle Punkte zutreffen, könnt ihr euch bei der KSK bewerben.