Weihnachtsgeschenke vom Kunden – Wo liegen die Schwierigkeiten?

Kurz vor Weihnachten wird jeder großzügig. Oftmals kommt der Chef mit Geschenken daher oder dem Kunden fällt auf, dass er das ganze Jahr über kein Geschenk gemacht hat und möchte es nun tun. Einfach wäre es nun, jedes Present anzunehmen und sich darüber zu freuen.

Doch leider ist die Realität etwas anders: Zu teure Geschenke, unpassende Geschenke oder Geschenke, die den Rahmen sprengen und zu privat sind, solltet ihr auf keinen Fall annehmen. Doch was ist, wenn ihr dies bereits getan habt, weil ihr euch nichts dabei dachtet? Dann, ja dann, solltet ihr schleunigst gucken, was ihr damit macht.

Wir verraten euch heute, welche Weihnachtsgeschenke angemessen sind, welche ihr lieber zurückgeben solltet und wie viel sie maximal kosten sollten.Pullover Geschenk Weihnachten

Zu teure Weihnachtsgeschenke dürfen es nicht werden

Kundengeschenke sind immer gern gesehen. Jeder freut sich schließlich über ein wenig Wertschätzung – und das nicht nur zu Weihnachten. Manchmal flattern auch zum Geburtstag, zum Valentinstag oder zum Namenstag kleine Geschenke auf den Schreibtisch. Nicht immer ist das ein Grund zur Freude, denn manchmal sprengen diese Geschenke den Rahmen.

Vor allem, wenn es um teure Geschenke geht, freuen sich die Meisten. Doch gerade diese Geschenke haben es in sich. Bis zu einem Wert von 30 Euro entsteht kein Problem. Diese könnt ihr ohne Probleme annehmen und euch darüber freuen. Alles, was darüber geht, muss aber versteuert werden, sonst kann es als Bestechung angesehen werden. Vorsicht auch, wenn ihr das Geschenk nicht gebrauchen könnt und es weiterverkaufen wollt. Dann kommt noch der Vorwurf der Geldwäsche hinzu und der hat es wirklich in sich.

Generell solltet ihr Geschenke, die über 50 Euro gehen, versteuern. Bei teurem Champagner, konzert- oder Musicalkarten oder gar einem Kurzurlaub kann es schon einmal zu einem Ermittlungsverfahren wegen Bestechung kommen. Hiervor solltet ihr euch wappnet, damit es keine arbeitsrechtlichen Konsequenzen wie eine Abmahnung oder eine Kündigung für euch gibt.

Geschenk Schleifenband Present

Weihnachtsgeschenke von Kunden zur Firma schicken lassen

Falls ihr Geschenke annehmen wollt, solltet ihr sie euch in die Firma schicken lassen und keinesfalls nach Hause. So sieht jeder, wenn ihr es auspackt, was wirklich darin enthalten war und ihr könnt umgehend handeln. Wenn ihr sie nach Hause geschickt bekommt, kann hinten herum gemauschelt werden und niemand weiß, was wirklich ausgepackt wurde. Gerüchte entstehen selbst dann noch, wenn ihr zum Chef geht.

Falls ein Geschenk einmal unnatürlich teuer wirken sollte und ihr es von einem Kunden bekommen habt, solltet ihr euren Chef einbeziehen. Das übrigens am besten sofort und nicht ein paar Tage warten, denn er weiß, wie zu handeln ist. Wenn er das O.K. zum Behalten gibt, entstehen keine Konsequenzen für euch, denn ihr habt sie einfach weitergereicht und falls nun doch etwas passieren sollte, muss der Chef für sein Handeln geradestehen und nicht ihr.

Geschenke Weihnachtsgeschenke Tanne

Hauptsache der Chef weiß Bescheid

Ohne den Chef einzubeziehen dürfen kleine Aufmerksamkeiten und Geschenke angenommen werden, die maximal 30 bis 50 Euro wert sind. Wenn sich ein Kunde oder Geschäftspartner nur damit bedankt, ist das kein Problem. Kekse, Kuchen, Kugelschreiber, Pralinen oder auch ein Buch stellen kein Problem da. Selbst eine Einladung zum Essen könnt ihr problemlos einlösen, wenn ihr unter 50 Euro bleibt. Darauf könnt ihr selbst Einfluss nehmen und euch nicht das Teuerste vom Teuersten bestellen.

Doch was ist, wenn es tatsächlich einmal Musicalkarten oder Karten für ein Fußballspiel gibt? Dann solltet ihr das Gespräch suchen. Zuerst mit eurem Chef und wenn euch gar noch wohl bei der Sache ist, auch mit dem Kunden. Das Geschenk freundlich abzulehnen ist zwar mutig, wird aber nach einer kurzen Erklärung oftmals schnell verstanden.

Falls der Kunde uneinsichtig ist, könnt ihr auf bestimmte Regelungen im Unternehmen hinweisen, die die Grenzen für Geschenke für Mitarbeiter festlegen. Ihr bedankt euch natürlich trotzdem für das Geschenk, stellt aber auch deutlich klar, dass ihr euren Job verlieren könntet, wenn ihr es annehmt. Das versteht dann auch jeder Kunde.

Wenn ihr trotzdem ein zu teures Geschenk angenommen habt, könnt ihr ein Problem bekommen. Anzeigen, Gerichtsverfahren, arbeitsrechtliche Konsequenzen, Abmahnungen und sogar eine Kündigung kann winken. Wer ständig Geschenke von Kunden und Geschäftspartner annimmt, gilt als bestechlich und das möchte schließlich niemand. Also haltet euch am besten einfach zurück.

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