Wenn nichts mehr auf dem Girokonto übrig bleibt

Das Leben ist nicht nur teuer, es wird auch immer teurer. Ein Girokonto braucht man in der heutigen Zeit, aber oft genug ist schon in der Mitte des Monats kein Geld mehr vorhanden. Für die meisten Kontoinhaber ist der Überziehungskredit die einzige Möglichkeit, obwohl die Zinsen dafür mehr als hoch sind. Es ist eben viel bequemer, das Konto zu überziehen und wenn man keine Sparmöglichkeiten nutzen kann, bleibt auch nicht viel anderes übrig. Die Zinsen für den Überziehungskredit – die Sollzinsen – orientieren sich am Leitzins der Europäischen Zentralbank, die übrigens auf einem Rekordtief angekommen sind und nur noch 0,5% betragen. Die Banken geben diesen günstigen Zinssatz jedoch noch lange nicht alle an ihre Kunden weiter, es sind nur wenige darunter, die es schon gemacht haben. Der Rest verlangt immer noch mehr als 10% Zinsen für einen Überziehungskredit, wohingegen sich die Fachleute dafür aussprechen, unter 9% zu bleiben.

Welche Alternativen bei einem Minus auf dem Konto?

Es kann sich ganz schön einschleichen, immer ein Minus auf dem Konto zu haben. Die Kosten für Strom, Gas und Lebensmittel, für Benzin und auch für Versicherungen sind in den letzten Monaten ständig gestiegen. Die Einkommen steigen natürlich nicht gleichzeitig mit an und so kommen die Menschen immer mehr in Bedrängnis. Man kann manchmal gar nicht noch mehr sparen und nicht jeder, der ein Minus auf dem Girokonto hat, lebt zu verschwenderisch. Vor allem Familien mit Kindern sind gezwungen, einen Dispokredit in Anspruch zu nehmen, der dann im Laufe des Monats mal mehr mal weniger an Minus zeigt. Wenn man einen Vergleich anstellen würde, könnte man auch schon erkennen, welche Bank die höchsten Zinsen für die Überziehung des Kontos verlangt. Das ist nämlich nicht bei jeder Bank gleich, es gibt richtige Spitzenreiter in der Höhe des Zinssatzes. Vergleichsrechner sind ganz einfache Instrumente, die in vielen Bereichen dafür genutzt werden können, das günstigste Angebot herauszufinden. Für Girokonten könnte man zum Beispiel erkennen, dass die Commerzbank für den Dispokredit Zinsen in Höhe von 11,90% verlangt, die DAB Bank jedoch nur 7,50%. Auch die Bank 1822 direkt hat einen „günstigen“ Zinssatz von 7,74% anzubieten. Diese Zinssätze sind wichtiger als eine Wechselgutschrift von 50 Euro, auch wenn das für manchen Verbraucher viel Geld ist. 

Girokonto
Bernd Kasper / pixelio.de

Statt Dispokredit ein Kurzzeitkredit?

In manchen Situationen wäre man froh, das Gehalt käme ein bisschen früher, sodass die aktuelle Rechnung nicht über den Dispokredit auf dem Girokonto bezahlt werden müsste. Der Kurzzeitkredit ist noch nicht bei vielen Verbrauchern bekannt, dabei handelt es sich um eine Übergangslösung, die günstiger ist als der Überziehungskredit. Wenn das Auto kaputt geht und die Reparatur vom nächsten Lohn bezahlt werden könnte, möchte man nicht unbedingt den Chef um einen Vorschuss bitten. Der Kurzzeitkredit kostet bei einer Kreditsumme von 500 Euro und einem effektiven Jahreszins von 13,90% 5,79€ mehr und ist damit natürlich erheblich günstiger. Einen normalen Kredit lohnt es sich ebenso wenig dafür aufzunehmen wie das Konto zu überziehen. Vielleicht ist das gerade noch mitten im Minus und kann sowieso nicht mehr zum Bezahlen genutzt werden. Auch die neue Jeans fällt dann zunächst einmal flach, obwohl diese bei vielen Online Shops sehr günstig ist.

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