Wie kaufe ich Aktien?

Wer sich immer schon einmal gefragt hat, warum er keine Aktien besitzt, obwohl die doch so große Gewinne ausschütten, kann das jetzt überdenken. Wenn ihr eher die kleine, graue Maus seid, die sich auch sonst nichts traut und an ihren Grundsätzen festhält, sind Aktien nichts für euch. Wer keine Risiken eingehen möchte, bleibt lieber bei den mickrigen Zinsen fürs Sparkonto.

Doch wer ein bisschen Risiko eingehen möchte und genug gespart hat, um auch einmal etwas zu verschmerzen, der ist bei den Aktien genau an der richtigen Adresse. Wenn ihr die lächerlichen Zinsen vom Sparkonto mit den Gewinnausschüttungen vom Aktienhandel vergleicht, wird schnell deutlich, wie viel Gewinn ihr durch Aktien machen könnt.

Doch ein Einstieg ins Aktiengeschäft sollte gut geplant sein. Wenn Aktien euch reizen, solltet ihr euch schlau machen. Ihr werdet schnell merken, dass es sich dabei nicht um ein Hexenwerk oder ein Geheimnis handelt, sondern gutes Vorbereiten das A und O ist. Auch müsst ihr nicht eure ganze Freizeit darauf verschwenden, um Zahlentabelle und Diagramme auswendig zu lernen.

Ihr müsst nur gut und klug einkaufen und anschließend das Richtige mit euren Aktienkäufen machen. Das hört sich jetzt zwar sehr einfach an, aber etwas anderes machen die Finanzgurus dieser Welt auch nicht. Oft sind sie nur zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Für den Laien ist es natürlich etwas aufwendiger, Aktien zu kaufen, aber auch das ist machbar.

Wir verraten euch heute, wie ihr euch richtig informiert, wie ihr am besten ausprobiert und wie ihr dann wirklich kauft. Darüber hinaus sagen wir euch, wie ihr mit Vernunft spekulieren könnt und was es sonst noch zu beachten gibt. Vorhang auf für euren ersten Aktienkauf!

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Aktien: Informiert euch gut!

Da wir in einem Informationsalter leben, sollte euch die Recherche nicht schwerfallen. Es ist schließlich nicht wie früher, als man sich auf den Tipp vom Nachbarn oder lediglich auf die Zeitung verlassen musste. Das Internet bietet euch ungeahnte Möglichkeiten und ist ein endloser Topf voller Erkenntnisse.

Auch wenn ihr vorher bei Börse- und Wirtschafts- News weggehört habt, Börse vor Acht nicht einmal eingeschaltet habt, wenn nichts anderes lief und beim Wirtschaftsteil in der Zeitung grundsätzlich zur Klatsch- Spalte blättert, macht ihr das ab jetzt nicht mehr.

Ihr könnt natürlich weiterhin eure Klatsch- Blätter, die Politik- Seiten und auch die Fußball- Ergebnisse anschauen, aber müsst eben auch weiterdenken. Ihr wollt euch keine neue Persönlichkeit zulegen, sondern Aktien kaufen. Es lohnt sich also, sich so viel und vielseitig wie möglich zu informieren.

Wichtig ist, die Artikel, die ihr lest, von einem anderen Aspekt aus zu betrachten. Wenn beispielsweise Gucci einen neuen Chefdesigner ankündigt, ist das kein Klatsch, sondern auch für die Aktie dieser Marke informativ. Auch wenn ein neues Medikament von einer Pharmazie Firma auf den Markt gebracht wird oder das Ende einer Diktatur bekannt gegeben wird, sind es immer Informationen, die sich auf die Aktien der Betroffenen auswirken.

Wer sich jetzt ein bisschen weiterführend informiert, Boards und Threads im Internet von Käufern liest, bekommt viele gute Informationen. Natürlich müsst ihr unterscheiden lernen, ob jemand nur vorgibt, Ahnung zu haben oder wirklich Ahnung hat. Hier trennt sich die Spreu vom Weizen, aber oftmals erkennt ihr auf den ersten Blick, wer nur redet oder wer wirklich den Durchblick hat.

Wichtig ist aber auch, nicht nur die Medien zu nutzen, sondern auch sonst die Augen so weit es geht, offen zu halten. Wenn neue Produkte auf den Markt kommen oder bisher tot geglaubte Marken ihr Comeback feiern, informiert euch sofort darüber und schlagt zu, wenn sich eine gute Chance ergibt.

Ausprobieren geht über Studieren

Wer auf Broker, Bankberater und Co. hört, wird schnell verzweifeln. Alle meinen es gut, beraten euch ausführlich, sind aber hauptsächlich an ihrer Provision interessiert. Wenn ihr als Nicht- Profi für den Kauf von Aktien ohne Bankberater interessiert, solltet ihr euch ein bisschen selbst ausprobieren.

Zwar meint es eure eigene Bank gut, aber bisher bot sie euch nur langweilige Fondspakete an, mit denen nicht viel zu holen ist. Unverständlich war das ganze Gesagte auch noch und so solltet ihr lieber selbst ausprobieren, als euch von einem Studierten langweilige Pakete anbieten zu lassen.

Zudem können Makler und Berater gut und schlecht sein. Nur weil sie einen Titel haben und schon einmal etwas von Aktien gehört haben, heißt das noch lange nicht, dass es auch eine gute Information ist. Hauptsächlich sind sie alle nämlich an ihrer Provision interessiert und die bekommen sie auch, wenn ihr Minus macht. Das Beratungsgespräch kostet grundsätzlich Geld.

Jetzt reicht es natürlich nicht aus, einfach nur auf sein Bauchgefühl zu hören und die Informationen und Tipps, die ihr bekommt, links liegen zu lassen. Auch ist es nicht richtig, dass ihr sehr viel Geld benötigt, um ins Aktiengeschäft einzusteigen. Ebenso falsch ist auch, dass ihr erst einmal Geld versenkt, nur weil ihr keine große Ahnung habt. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. So ist es auch beim Aktiengeschäft.

Wichtig ist, dass ihr euch erst einmal ausprobiert. Wenn ihr Glück und Geschick mitbringt und dies testen wollt, könnt ihr euch in Lehrzeit begeben. So geht ihr kein Risiko ein und lernt dabei auch noch ganz viel. Wie das geht? Ganz einfach!

Ihr müsst euch lediglich bei Musterdepot bei einer Internet- Bank anlegen. So könnt ihr üben. Oft verzichten Onlinebanken auch auf Kontoführungsgebühren, sodass der Spaß ganz umsonst ist. Informiert euch aber vorher bei der Onlinebank, welche Gebühren anfallen könnten, nicht dass es später böse Überraschungen gibt. Wer eine gute Onlinebank gefunden hat, kann später gleich bei ihr bleiben. Es kostet schließlich nichts.

Zuerst spielt ihr mit virtuellem Geld. Hier könnt ihr üben, es versemmeln, aber auch gewinnen. Wer online ausprobiert, bekommt ein Gefühl für den Markt, denn die Prognosen sind echt. Ihr gewinnt nur eben nicht, weil ihr noch übt. So bekommt ihr ein Gefühl für die Entwicklungen der Aktien und findet heraus, wie sie sich die Aktie verhält, wenn ihr wirklich Geld investiert hättet.

Sie fallen, sie steigen, ihr könnt beim höchsten Punkt aussteigen oder auch erst einmal abwarten. Probiert euch einfach aus, es hängt schließlich kein Geld daran! Je nachdem wie intensiv ihr euch mit diesem Trockentest beschäftigt, bekommt ihr nach ein paar Wochen oder Monaten ein Gefühl für den Markt.

Falls nicht, ist das auch eine gute Erkenntnis. So habt ihr nämlich nicht euer eigenes, echtes Geld verzockt, sondern einfach ausprobiert, wie der Markt sich verhält und das Ganze als Spiel gesehen. Aktien sind auch nicht für jeden etwas. Das solltet ihr euch dann aber auch eingestehen.

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Aktien kaufen – einfach gemacht

Grundsätzlich solltet ihr eine Aktie nur kaufen, wenn ihr das Geschäft auch versteht. So lautet eine der wichtigsten Regeln von Warren Buffet. Warren Buffet ist dabei ein kleines Orakel, denn seine Aktien- Vorhersehungen liegen oft richtig und mittlerweile ist er reicher als Bill Gates.

Wer sich also daran hält, kann nicht viel falsch machen. Wichtig ist aber, diesen Satz nicht falsch zu verstehen. Ihr beschäftigt euch jetzt nicht nur mit Aktien von Dingen des täglichen Bedarfs. Zwar müssen Zahnpasta, Toilettenpapier und Obs grundsätzlich gekauft werden, aber auch neue Technologien haben es in sich. Oft sind sie genauso einfach zu verstehen, wie die täglichen Gebrauchsdinge, nur werfen sie mehr Gewinn ab.

So müsst ihr nicht wissen, wie ein Hybrid- Fahrzeug funktioniert oder wie viel CO2- Ausstoß es hat, sondern nur, dass es für die Zukunft sehr sinnvoll sein kann. Gleiches gilt für Smartphones, elektrische Zahnbürsten oder was euch sonst auch immer in den Kopf kommt. Generell ist der Gedanke an die Zukunft immer sinnvoll. Nur so könnt ihr entscheiden, ob sich Produkte wohl durchsetzen oder nicht und ob dementsprechend die Aktie steigt oder fällt.

Wichtig ist außerdem, dass ihr nicht in 40 Aktien auf einmal investiert, sondern euch auf ein paar Wenige konzentriert. Ihr solltet eure Aktien mit Namen kennen, damit ihr sie richtig beobachten könnt. Wer zu viel auf einmal will, um das schnelle Geld zu machen, verliert schnell den Überblick. Dass das nicht gut ist, müssen wir euch nicht erst verraten.

Viele Börsenmakler empfehlen außerdem, mindestens eine Aktie zu kaufen, zu der ihr ein besonderes Verhältnis, eine emotionale Bindung habt. Das kann ein Modedesigner sein, eine Automarke, die ihr liebt oder auch auch ein Produkt, für das ihr euch richtig begeistert. Wer überzeugt von einer Sache ist, wünscht sich eine positive Entwicklung für den Hersteller und so ist es auch viel interessanter, die Daumen zu drücken für eben diese Aktie. So geht es nicht nur ums Geld, sondern auch um den Spaß- Faktor, wenn sie steigt.

Wer außerdem die Tipps der Trendsetter in diesem Bereich berücksichtigt, wird länger Spaß an seinem Geld haben. Wenn eine Aktie vom Geheimtipp zur Massenbewegung wird, ist sie tot. Ihr könnt es mit einem angesagten Restaurant vergleichen. Zuerst ist es ein Geheimtipp, in dem es schwer ist, einen Tisch zu bekommen. Es wirkt exklusiv.

Erst wenn es für alle zugänglich gemacht wird und die breite Masse sich auf einmal dafür interessiert, wird es uninteressant. So verhält es sich auch bei Aktien. Wenn alle davon wissen, wissen es zu viele. Die Trendsetter haben sich bis zu diesem Zeitpunkt schon ganz anders informiert und sind weitergezogen. Vorsicht außerdem vor Boom- Aktien. Jeder Boom ist irgendwann zu Ende.

An der Börse kauft ihr übrigens antizyklisch. Das heißt, ihr würdet im Sommer Heizöl kaufen, auch wenn ihr es nicht braucht. Jetzt ist es nämlich besonders günstig. Ihr kauft also Aktien, auf die sich nicht alle stürzen. Wenn es dann soweit ist, dass alle diese Aktien haben wollen und der Kurs steigt, verkauft ihr wieder.

Dabei solltet ihr so bedächtig wie möglich handeln und abwarten. Auch wenn die heiße Phase beginnt, wartet ihr noch ab und verkauft dann mit dem höchstmöglichen Gewinn.

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Wie spekuliere ich richtig?

Vernunft ist hier das Stichwort. Spekulieren ohne Vernunft ist nicht klug. Nur wer vernünftig mit seinem Geld umgeht, kann einen großen Gewinn machen. Ihr setzt also nicht alles, was ihr besitzt auf eine Karte und schwitzt jeden Tag Blut und Wasser, wenn die Aktienkurse bekannt gegeben werden.

Besser investiert ihr in ein Aktienpaket, das sympathisch ist und gute Prognosen hat. Ihr wollt euren Einsatz zwar nicht verlieren, aber falls es doch passieren sollte, solltet ihr diesen Fall auf jeden Fall überleben. Ihr seid also keine Zocker, die ihren letzten Pfennig ins Rennen schicken, sondern wirklich nur das Geld, auf das ihr im Notfall auch verzichten könntet.

Ihr solltet euch auch im Klaren darüber sein, dass ihr euch kein Geld von anderen Menschen leiht und dieses dann verzockt. Es kommt immer wieder vor, dass Menschen nicht aufhören können zu zocken und sich somit Stück für Stück verschulden. Handelt also nur mit eurem Geld und das auch nur, wenn ihr euch einen Verlust leisten könntet.

Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht, ist die Börse von Emotionen getrieben. Gier, Wut, aber auch Angst sind die Emotionen, die am meisten hervortreten. Auch Freude und Spaß kommt vor. Hauptsächlich ist aber der Börsenkurs von Ereignissen aus der Welt geprägt. Ein Diktatorsturz, eine Umweltkatastrophe oder andere ernstzunehmende Umbrüche können die Börse beeinflussen.

Wer klug ist, sollte mit seinem Instinkt und Bauchgefühl handeln. Ihr solltet euch also nicht von der Masse verrückt machen lassen, nur weil irgendwo ein Tsunami gewütet hat oder ein Vulkan ausgebrochen ist. Wenn euer Bauchgefühl sagt, dass etwas zu schön ist, um wahr zu sein, sollten sie ihm auch trauen.

Wer ab und zu falsch liegt, braucht nicht verzweifeln. Das passiert den Besten. Wer sich aber nicht mehr wohl mit seiner Aktie fühlt, obwohl er beim Kauf sehr zuversichtlich war, sollte die Aktie lieber früher als später abstoßen. Wenn es nichts wird, solltet ihr euch trennen. Alles andere hat keinen Sinn.

Wie bei einer schlechten Beziehung macht ihr jedes Tief der Aktie mit. Aber würdet ihr euch eine Beziehung auch antun, wenn es nur Tiefs geben würde? Nein, also tut es euch bei einer Aktie auch nicht an. Ihr könnt natürlich erst einmal noch abwarten, aber wenn sich nichts in die bessere Richtung tut, heißt es: Auf nimmer Wiedersehen!

Wer sich früh genug ein Irrtum eingesteht, muss ihn nicht lange ausbaden. Auch entmutigen lassen solltet ihr euch davon nicht, denn Irrtümer passieren jedem. Die meisten Fondsmanager bewegen sich unter dem Durchschnittswert der Prognosen, also lasst euch nicht von einem Rückschlag entmutigen.

Das heißt nämlich nicht, dass ihr schlecht in dem seid, was ihr tut, sondern nur, dass ihr euch in einem Becken voller Eventualitäten bewegt. Vorhersehbar ist dort selten etwas und so ist Geduld das Beste, was ihr haben könnt. Alles kann jederzeit passieren und dann solltet ihr zuschlagen.

Mit Geduld ans Ziel

Wenn ihr euch jetzt bereit fühlt, an die Börse zu gehen, wollen wir euch noch eine kleine Warnung mit an die Hand geben. Dass ihr nicht euer ganzes Geld verprassen sollt, ist klar. Doch die unliebsamen Todsünden, Gier, Maßlosigkeit und Eitelkeit solltet ihr auch außen vor lassen.

Sie bringen euch nicht weiter. Damit ist gemeint, dass ihr weder gierig noch maßlos sein sollt, wenn ihr etwas gewonnen habt noch dass eure Eitelkeit es euch verbietet aufzuhören, auch wenn es mal nicht so gut läuft. Hysterie und Mitläufertum könnt ihr euch genauso wenig leisten, denn es ist immerhin euer Geld, mit dem ihr handelt.

Wenn ihr euch allerdings Zeit lasst, richtig in die Abläufe hineinzuschauen, ein bisschen online geübt habt und nun bereit seid, die erste Aktie zu kaufen, geht es in erster Linie um Geduld. Wir drücken euch die Daumen, dass es klappt!